Neue Planungen für neue Kita im Baugebiet Westrand

Das Thema Kinderbetreuung beschäftigt uns im Ortsbeirat schon eine ganze Weile. Vor einigen Jahren kamen alljährlich im März eine ganze Reihe Eltern in die Sitzungen, da sie plötzlich nach dem Kindergarten ohne Hortplatz dastanden. Die um 11:30 Uhr endende Grundschule erlaubt es vielen Eltern nicht, wie zuvor ihrem Beruf nachzugehen. Die Auswirkungen für die familiären Finanzen sind oftmals fatal, da Immobilien bei uns im Stadtteil leider oft sehr kostspielig sind und viele Familien dringend auf zwei Einkommen angewiesen sind. In solchen Jahren musste nun der Ortsbeirat von Februar bis Juni zusammen mit der Stadt hektisch nach Notlösungen suchen, um die Lage erträglich zu machen.

Erst mit dem Bau der Mühleninsel entspannte sich die Lage endlich. Die Mühleninsel war ursprünglich erst für das Neubaugebiet Westrand vorgesehen und wurde vom Ortsbeirat und der Stadt vorgezogen, da die Situation schon sehr angespannt war. Statt im Westrand – der noch nicht für eine Bebauung bereit war – musste ein anderer Standort gefunden werden. Die alte Volksschule wurde daher abgerissen und die Mühleninsel wurde auf dem Bauplatz neben der Anna-Schmidt-Schule errichtet. Seit einigen Jahren war Kinderbetreuung kein akutes Problem mehr. Es gab ausreichend Kita- und Hortplätze in Nieder-Erlenbach.

In diesem Jahr spitzte sich die Situation plötzlich wieder zu: ca 60 Hortplätze wurden nachgefragt und nur ca 30 Plätze wurden frei. In dieser Situation warnte der Ortsbeirat rechtzeitig die Stadt und das Stadtschulamt konnte gemeinsam mit der Grundschule rasch eine Lösung im Gebäude der Grundschule anbieten: der Träger der erweiterten schulischen Betreuung (ESB), die evangelische Jugendhilfe, erhält mehr Räume und Personal um 35 zusätzliche Plätze für eine Betreuung bis 17 Uhr anbieten zu können.

Mit dem bald beginnenden Neubaugebiet am Westrand und dem Ausblick auf das Baugebiet südlich des Riedstegs war eine weitere Verschärfung der Situation zu erwarten: fast 1000 neue Einwohner bringen ihre Kinder mit und benötigen erneut ausreichend Betreuungsplätze. Der ursprünglich geplante Kitabau war jedoch schon mit der Mühleninsel realisiert worden. Dank der Initiative des Schuldezernates schließt sich diese zu erwartende Lücke jetzt: der Bauplatz für eine neue Kita ist reserviert und falls sich die Prognosen und Geburtenraten erfüllen, kann die Stadt zeitnah mit dem Bau einer neuen Kita im Westrand beginnen. Der Ortsbeirat und das Schuldezernat werden die Entwicklung weiterhin beobachten und sicher stellen, dass rechtzeitig Mittel reserviert werden, um die notwendige Betreuung sicherzustellen. Eine gute Kinderbetreuung ist gut für die Kinder, Familien, Mütter, Arbeitgeber und nicht zuletzt die Gesellschaft. Es braucht ein Dorf um ein Kind großzuziehen: da Dörfer knapp geworden sind, muss heutzutage die Stadt mit hochwertiger und verfügbarer Kinderbetreuung helfen, dass Familien den Spagat zwischen Erziehung und wirtschaftlichen Zwängen vernüftig hinbekommen können.

Ein großes Dank geht an die Dezernentin Silvia Weber und ihr Team im Stadtschulamt die uns hier in Nieder-Erlenbach so gut unterstützt haben! IK