NEIN ZUR TRABANTENSTADT!

  1. Niemand will leichtfertig Ackerflächen versiegeln um alle Bürger zu verärgern. Es gibt keine Planungen für eine Trabantenstadt egal was CDU und Grüne auch im Wahlkampf sagen mögen. Wir wünschen uns die Möglichkeit einer städtebauliche Entwicklung im Bereich des Pfingstbergs zu prüfen um für den Fall unerträglich werdender Wohnungsknappheit angemessen reagieren zu können. Niemand will eine gigantische Hochhaussiedlung bauen. Als Politiker sollte man eben nicht auf scheinbar einfache und populistische Lösungen aufspringen nur weil diese bequem sind. In 10 Jahren wird sich die Frage nach städtebaulicher Entwicklung sowieso stellen und dann werden wir 10 Jahre Planung verloren. Wir sollten die Zeit jetzt nutzen um zu prüfen was im Bereich Pfingstberg getan werden könnte ohne die Natur und die umliegenden Stadtteile unter die Räder kommen zu lassen.
  2. Es gibt realistische Prognosen die Frankfurt in wenigen Jahren bei über 800000 Menschen sehen. Schon jetzt sind Wohnungen knapp. Die Mieten steigen. Die Kinder der Einwohner auch in Nieder Erlenbach haben geringe Chance sich als junge Erwachsene in Frankfurt noch eine adäquate Wohnung leisten zu können. Bleiben sie nicht bei ihren Eltern im Kinderzimmer wohnen werden sie wohl nur noch am Wochenende zu Besuch kommen können. Das Pendeln zur Uni in der Stadt wird ein zeitraubendes Abenteuer. Alle die jetzt so vehement gegen neue Wohnungen wettern werden ihren Lieben in 20 Jahren erklären müssen warum es dann zu wenig Wohnraum in der Heimatstadt gibt.
  3. Landwirtschaftliche Produktionsflächen sind ökologisch wertvoller als eine Betonfläche, aber sie sind auch kein Naturschutzgebiet. Äcker werden mehrfach gepflügt, Kleintiere vertrieben und Unkraut vernichtet. Es wird gedüngt und gespritzt. Nur wenige Wege führen durch diese extensiv genutzten Flächen die allenfalls dem Auge ein Gefühl der Weite bieten. Hier stehen die Interessen einiger weniger Landwirte, die ihren Lebensunterhalt auf diesen Äckern verdienen den Interessen tausender Neubürger gegenüber die dringend Wohnraum für sich und ihre Kinder suchen werden. Ein Acker im Umland ist genauso wertvoll wie ein Acker in Frankfurt. Wir sollten nicht auf andere zeigen um die Probleme fehlenden Wohnraums in Frankfurt für uns zu lösen. Auch diese Stadt muss dazu beitragen.

Wir wollen nicht den Kopf in den Sand stecken und die Herausforderungen der Zukunft ignorieren. Wir möchten zusammen mit den Bürgern die Zukunft unserer Stadt gemeinsam gestalten und wollen nicht später von der puren Not getrieben werden. IK