SPD Frankfurt Nieder-Erlenbach
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27. März 2018
Thomas Bäppler-Wolf – Stadtverordneter der SPD im Römer

Goethe-Universität sollte keine Plattform für homophobe Positionen bieten

Die SPD im Römer kritisiert, dass an der Frankfurter Goethe-Universität Mitte April eine Tagung stattfinden kann, bei der Redner zu Wort kommen sollen, die sich abfällig über die Ehe für Alle und das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare aussprechen. Thomas Bäppler-Wolf, sozialdemokratischer Stadtverordneter, appelliert an die Verantwortlichen, ihre Entscheidung kritisch zu überprüfen.

„Jetzt und in Zukunft sollte die Universität externe Veranstaltungsanfragen noch kritischer prüfen, damit homophobe Positionen keine repräsentative Plattform erhalten. Vielleicht gibt es ja noch die Chance, die Tagung von der Universität fernzuhalten, anstatt sie mit diesem Veranstaltungsort aufzuwerten. Nach Presseberichten hat der Veranstalter bei der Anmietung mit falschen Angaben gearbeitet, das müsste doch Folgen haben“, so der SPD-Stadtverordnete Thomas Bäppler-Wolf.

Veranstalter der Tagung, die unter dem Namen „Familienkonflikte gewaltfrei austragen“ stattfinden soll, ist die AG Familienkonflikt. Hinter diesem Namen verbirgt sich der ehemalige Professor Dr. Gerhard Amendt, der sich mehrfach als Gegner der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare und deren Adoptionsrecht positioniert hat. Mitorganisator ist Tom Todd, der gleichzeitig zweiter Vorsitzender des Vereins Agens e.V. ist. Agens e.V. hat es sich u.a. zur Aufgabe gemacht, gegen die „Gendersprache“ mobil zu machen, bezeichnet die geschlechtsneutrale Sprache als „Manipulationsversuch“ und warnt vor der „Ausbreitung der Homosexualität“. Agens kooperiert zudem auch mit der Organisation „Demo für Alle“, die aktuell Unterschriften für eine Petition gegen die gleichgeschlechtliche Ehe sammelt.

Für Thomas Bäppler-Wolf steht fest, dass mit der Tagung unter einem wissenschaftlichen Deckmantel Front gegen die Vielfalt der Lebensformen gemacht werden soll: „In einer Demokratie muss ich auch solche Positionen schweren Herzens dulden, aber eine öffentlich finanzierte und wissenschaftlich renommierte Institution wie die Goethe-Universität sollte sich dafür nicht einspannen lassen, indem sie Räume zur Verfügung stellt.“

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